Girls'Day 2026
Auch in diesem Jahr konnten wir uns den Girls’Day nicht entgehen lassen und haben uns wieder bereit erklärt, junge Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren zu uns einzuladen. Was wir an diesem Tag erlebt haben, erfahrt ihr hier.
Veröffentlicht am:2026-04-28
Der Girls'Day ist ein Berufsorientierungstag für junge Mädchen, an dem sie Einblicke in Berufsfelder erhalten, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind.
Der wf-Girls'Day
Wie schon im Vorjahr übernahmen Jano, Søren und ich die Planung und Vorbereitung und griffen auf die altbewährte Tagesplanung der letzten Jahre zurück.

Frontend
Nach einer kurzen Kennenlernphase und einer Roomtour durch unsere Büroräume starteten wir mit dem Thema Frontend-Entwicklung. Mit einer kurzen Präsentation erklärte ich den Mädchen die Grundlagen von HTML und CSS. Anschließend durften sie sich in einer von mir erstellten Portfolio-Website-Vorlage selbst verwirklichen, Farben und Bilder austauschen sowie eigene Elemente und Texte einfügen. So konnten sie direkt in die Rolle einer Frontend-Entwicklerin schlüpfen.

Backend
Nachdem Jano in den letzten Jahren per Präsentation über die erste Programmiererin Ada Lovelace und die Programmierung im Allgemeinen erzählt hatte, sollte es dieses Jahr etwas konkreter werden. Dafür schaute er gemeinsam mit den Mädchen in phpMyAdmin, und zusammen bauten sie eine Instagram-ähnliche Datenbankstruktur nach. Sie erstellten Tabellen für Posts, Likes und User und entwickelten Abfragen für eine Profilseite, eine For-You-Page und eine Kommentarspalte.

Projektmanagement
Gestärkt vom Mittagessen ging es mit Søren und dem Thema Projektmanagement weiter. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Mädchen bereits erste Erfahrungen mit Projektarbeiten in der Schule gesammelt hatten, zeigte Søren ihnen unser Trello-Board und erklärte die Kanban-Methode. Anschließend wurden sie selbst aktiv und planten anhand einer Aufgabenliste mit Zeitangaben und Prioritäten den Ablauf einer Schulranzenproduktion.

In Kleingruppen überlegten sie, welche Aufgaben parallel bearbeitet werden können, wie viel Zeit der optimale Ablauf benötigt und ob sie dem fiktiven Kunden die Deadline von 30 Tagen zusagen können. Dabei stellte Søren ihnen mit sichtbarem Spaß immer wieder neue Herausforderungen und genoss es sichtlich, einmal auf der anderen Seite zu stehen: „Die Produktionsfirma möchte eine neue Maschine ausprobieren – können wir das Risiko eingehen?“, „Die Rucksack-Tester:innen schreiben am geplanten Tag eine Klassenarbeit – wann können wir sie erneut einplanen?“ oder auch „Der Kunde wünscht sich ein zweites Rucksackdesign – können wir das noch umsetzen?“ Diese Situationen meisterten die Mädchen souverän und stellten den fiktiven Kunden am Ende zufrieden.
Konzeption
Zum Abschluss konnten die Mädchen noch einmal kreativ werden und ihre eigenen Website-Ideen konzipieren.
In Zweiergruppen entwickelten sie Konzepte für verschiedene Websites, etwa eine Reisewebsite für die besten Schnorchelorte der Welt, eine Online-Spiele-Website oder einen Onlineshop mit aktuellen Modetrends. Diese wurden anschließend den anderen Mädchen präsentiert.

Abschluss
Traditionell wurde der Tag mit der 5-Finger Feedback-Methode[1] beendet. Dabei zeigte sich, dass alle viel Spaß hatten, am liebsten noch länger an ihrer persönlichen Portfolio-Website gearbeitet hätten und nun eine viel bessere Vorstellung davon haben, was eine Webentwicklerin beruflich macht.

Nach einem kurzen Aufräumen ging für uns drei ein sehr schöner Arbeitstag zu Ende.
Wir freuen uns, wieder am Girls'Day teilgenommen zu haben und jungen Menschen die Welt der Webentwicklung ein Stück nähergebracht zu haben. Mit viel Vorfreude blicken wir schon auf den nächsten Girls'Day und sagen: „Bis nächstes Jahr!“
- Die 5-Finger-Methode:
Daumen: Das fand ich gut
Zeigefinger: Darauf möchte ich hinweisen
Mittelfinger: Das fand ich nicht gut
Ringfinger: Das liegt mir am oder auf dem Herzen
Kleiner Finger: Das kam mir zu kurz ↩